Staats- und Stadtbibliothek Augsburg in staatlicher Hand

Nach 475 Jahren ging vergangene Woche die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg nun offiziell an den Freistaat Bayern über. Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Finanzreferent Hermann Weber unterzeichneten den Vertrag zur Verstaatlichung ab dem 1. Dezember. Haushaltsausschussvorsitzender Georg Winter hatte bei den Verhandlungen einer stärkeren Beteiligung des Staates die Idee eingebracht, dass die Stadt eine 100 prozentige Finanzierung und somit die staatliche Trägerschaft anstreben sollte.

Bei der Vertragsunterzeichnung herrschte allseits Freude, dass dies nun gelungen ist. Bürgermeister Hermann Weber hatte die Verhandlungen seitens der Stadt geführt und würdigte den Einsatz von Abgeordnetem Winter. Staatsminister Wolfgang Heubisch brachte es bei seiner Ansprache auf den Punkt: Ihn beeindrucke, dass sich Georg Winter über seinen Stimmkreis hinaus in besonderer Weise für die Anliegen von Stadt und Landkreis Augsburg einsetze. Winter habe das Ganze angeschoben, von seinem Engagement profitiere sowohl die Stadt durch die Entlastung im städtischen Haushalt sowie den anstehenden notwendigen Investitionen. Der Gewinn für die Bibliothek sei, dass bereits im kommenden Jahr 750.000 Euro für die digitale Sicherung wertvoller Bestände dieser bedeutenden Bibliothek dauerhaft gesichert werden können. Weitere 8,5 Millionen Euro stehen für Planung, Sanierung und Erweiterung dieses Prachtbaus in der Schaezlerstraße bereit.