Radwegröhre Lauingen: Unten durch statt oben drüber

Die Lastwagen und Autos brettern rund vier Meter über Wilhelm Weirather, Leiter des staatlichen Bauamtes Krumbach, über die Straße. Weirather steht in der neuen Radwegunterführung an der Staatsstraße 2025 zwischen Lauingen und Veitriedhausen. Dass es an dieser Stelle tatsächlich einmal eine Radröhre geben würde, war lange nicht klar.

„Die Notwendigkeit wurde von Amtswegen zunächst nicht gesehen“, sagt Weirather bei der offiziellen Inbetriebnahme des rund 28 Meter langen Durchlasses am gestrigen Dienstag. Die Regellösung wäre gewesen, dass die Radler die Staatsstraße hätten queren müssen, statt bequem drunter durchzufahren. „Die Stadt Lauingen und die Bevölkerung haben insistiert, dass es eine andere Lösung gibt, die eine größere Sicherheit gewährleistet“, berichtet Weirather weiter. Auf die andere Seite der Straße ohne Gefährdung wechseln zu können, sei ihm für die Bürger seiner Stadt ein großes Anliegen gewesen, sagt Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk, der ebenfalls zur Einweihung der Röhre gekommen war. „Besonders für Kinder, die nach Lauingen radeln, bietet diese Lösung mehr Sicherheit.“ Auch CSU-Landtagsabgeordneter Georg Winter freut sich, dass die Röhre entstanden ist: „Die Maßnahme hat Vorbildfunktion. So etwas sollte bei allen neuen Projekten von vorneherein eingeplant werden.“

Mit der infrastrukturellen Entwicklung im Landkreis im Allgemeinen und der Radröhre im Besonderen ist auch Landrat Leo Schrell zufrieden. „Diese Maßnahme ist wertvoll, weil sie enorm zur Verkehrssicherheit beiträgt“, so Schrell, der dem Bund für das bereitgestellte Geld dankte. „Der Bund weiß bei aller Enge des Infrastrukturhaushaltes, wo er zur Sicherheit im Verkehr Mittel einsetzten muss“, so CSU-Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange.

Bauamts-Leiter Weirtaher hofft nun, dass die Radröhre von den Menschen auch angenommen wird und die Radler nicht weiterhin oben drüber fahren.

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Quelle: Stephanie Sartor, Donau-Zeitung, 10.9.2013