Bundespräsidentenwahl in Berlin

Interessante Eindrücke und gute Begegnungen konnte Stimmkreisabgeordneter Georg Winter von seiner Teilnahme an der 16. Bundesversammlung in Berlin mitnehmen.

Dass Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten gewählt wird, war das erklärte Ziel einer sehr großen Koalition. Am Vorabend der Wahl hatte sich der neue Bundespräsident Steinmeier den Delegierten von CDU/CSU im Reichstag vorgestellt und ging auf Nachfragen ein.

Ein Delegierter wollte beispielsweise wissen, wie es bei ihm um das christliche Fundament, das unsere Gesellschaft geprägt hat, aussehe. Steinmeier erklärte, dass er in der evangelischen Kirche sehr engagiert war, jetzt aber die Funktion als designierter Präsident des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2019 mit Blick auf die neue Aufgabe abgegeben habe.

Die gleiche Frage wurde bereits anlässlich der ersten Bundespräsidentenwahl damals an den liberalen Freigeist Theodor Heuss gestellt, worauf Adenauer konterte: Die Gattin sei fromm und das genüge. Diese Anekdote, über die Merkel aktuell berichtete, löste große Heiterkeit aus.

Aus Sicht der Länder sei es immer von Vorteil, wenn ein Bundespräsident diese Ebene ebenfalls näher kennt. Dies gehöre zu den positiven Eigenschaften von Steinmeier, so MdL Georg Winter, jetzt einen Präsidenten zu haben, der auf beiden Ebenen - Land und Bund - wichtige Erfahrungen gesammelt und ein Gespür für die Aufgabenverteilung habe.

Beeindruckend war der Auftakt am Sonntagmorgen, mit der ökumenischen Andacht in der St. Hedwigs- Kathedrale sowie die Eröffnungsrede von Bundestagspräsident Norbert Lammert im Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Die Rede Lammerts stieß auf breite Zustimmung in der Bundesversammlung und wurde mehrfach von großem Applaus unterbrochen. Lammert ließ keinen Zweifel daran, dass Deutschland gerade jetzt gefordert sei, für das westliche Wertebündnis einzutreten. Man sollte nicht vergessen, dass wir Deutschen lange gebraucht haben, bis wir Teil dieser demokratischen, rechtsstaatlichen Gemeinschaft wurden.