Besichtigung des Bahnprojektes Stuttgart 21

Auf Anregung von Stimmkreisabgeordnetem Georg Winter informierten sich interessierte Bürgermeister und Kreisräte aus dem Kreis Dillingen in Stuttgart über die Realisierung des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm, das aus der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen sowie dem Projekt Stuttgart 21 besteht.

Empfangen wurden die Gäste vom Vereinsvorsitzenden des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm e.V., dem langjährigen Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Aalen, Georg Brunnhuber und dem Leiter der Ausstellungszentren, David Bösinger. Mit Brunnhuber steht MdL Georg Winter schon seit Jahren in Kontakt. Die zentrale Ausstellung zum Projekt befindet sich im Turmforum des Stuttgarter Bahnhofs. 260.000 Menschen haben letztes Jahr die Ausstellung besucht, um sich vor Ort ein Bild über die Maßnahme zu machen. Sowohl die Darstellung über die Vorteile, die mit dem Projekt verbunden sind, als auch die Herausforderungen, die sich damit ergeben, waren äußerst interessant.

Künftig halbiert sich die Fahrzeit von Ulm nach Stuttgart nahezu von bisher 55 Minuten auf nur noch knapp eine halbe Stunde. Für die Fahrt zum Flughafen benötigen die Ulmer zukünftig ebenfalls nur noch rund eine halbe Stunde und sparen damit mindestens 60 Minuten. Die wesentlich kürzeren Fahrzeiten von Ulm nach Stuttgart bzw. zum Flughafen eröffnen für den Landkreis Dillingen neue Möglichkeiten. Wichtig ist es, dass die Donautalbahn dann ab Fertigstellung gute Anschlussverbindungen zu diesem optimalen Schienenangebot Ulm-Stuttgart bietet. Ebenso ist dies bei weiteren Fahrten z.B. Richtung Frankfurt von Vorteil, da damit wichtige Abschnitte ausgebaut sind.

Angesprochen wurde von Bezirksrat Dr. Johann Popp sowie Vize-Landrat Alfred Schneid die dringend notwendige Verbindung des Abschnittes Neu-Ulm und Augsburg. Vorsitzender Brunnhuber betonte, dass man in Stuttgart 25 Jahre gebraucht habe, um das Projekt von der Idee bis zum Baubeginn zu bringen. Entscheidend war, dass der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger  die Chancen für das Land Baden-Württemberg erkannte und mit seiner Unterschrift unter den Finanzierungsvertrag zur Realisierung des Projekts wesentlich beigetragen hatte.

Bei dem Abschnitt Neu-Ulm – Augsburg geht es, so Abgeordneter Georg Winter, um mehrere Dinge wie die Verkürzung der Fahrzeiten und ein drittes Gleis für die Region. Entscheidend dafür ist, dass der Abschnitt Neu-Ulm – Augsburg Teil der Magistrale für Europa, TEN-Projekt 17, Paris-Wien-Bratislava bleibt. Dies wird nur gelingen, wenn Bayern gemeinsam mit der Bahn und dem Bundesverkehrsministerium sowie den Betroffenen das Projekt forciert und die Suche nach den Trassenverbindungen mit den drei Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Augsburg, einen Konsens erreicht. Wichtig ist, so Stadt- und Kreisrat Thomas Demel, dass bei der Trassendiskussion nicht zu viel Zeit vergeht.