Bundeswehr – Standortbesuch in Dillingen

Auf Initiative von Stimmkreisabgeordnetem Georg Winter besuchte MdL Johannes Hintersberger, Vorsitzender des Arbeitskreises Wehrpolitik der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, den Bundeswehrstandort Dillingen.

Die Abgeordneten Hintersberger und Winter wurden von Kommandeur Oberstleutnant Florian Wulf und seinem Stellvertreter Oberstleutnant Andreas Hadersdorfer willkommen geheißen. Seitens der Stadt Dillingen nahm der Referent für die Bundeswehr, Thomas Demel, teil. Die Luitpoldkaserne wird durch das Staatliche Bauamt Krumbach betreut, dieses war durch den zuständigen Abteilungsleiter Stefan Zunhamer und seinem Mitarbeiter Gerald Morgen vertreten.

Staatssekretär a. D. Johannes Hintersberger erläuterte eingangs, dass er in den zurückliegenden Tagen bereits die Standorte Sonthofen und Garmisch-Partenkirchen besucht habe. Es gehe ihm als Landespolitiker darum, sich einen Überblick zu verschaffen über die Umsetzung der Bundeswehrreform und die Anliegen der Soldatinnen und Soldaten. Dabei stellte er heraus, dass die technische Ausstattung verbessert werden müsse und die Gewinnung von gutem Personal entscheidend für die Zukunft sei. Stimmkreisabgeordneter Georg Winter lobte in diesem Zusammenhang die Führung vor Ort. Er hob positiv hervor, dass die Bundeswehr in Dillingen unter der Leitung von Kommandeur Florian Wulf die Tradition des Miteinanders in besonderer Weise pflege, die öffentlichen Gelöbnisse und der Tag der offenen Tür seien Beispiele dafür. Immer wieder hatte sich MdL Winter für den Standorterhalt sowie den baulichen Zustand der Kaserne eingesetzt. Bei der Gewinnung von neuem Personal engagiere sich das Informationstechnikbataillon 292 erfolgreich, Oberstleutnant Florian Wulf stellte die Aufgaben des Bataillons dar und erklärte „wir sind die Telekom der Bundeswehr.“ Die Erfahrung zeige, dass man gutes Personal nur gewinnen könne, indem man dem Nachwuchs die Möglichkeit biete, sich an Ort und Stelle einen Eindruck zu verschaffen. Hinzu kommen familienfreundliche Rahmenbedingungen wie ein Spielplatz in der Kaserne sowie Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ein wichtiges Anliegen war Georg Winter die Infrastruktur der Kaserne insgesamt. MdL Winter, der bereits drei Reformen, bei denen jeweils der Standort Dillingen in Frage gestellt wurde, unterstrich, dass es wichtig sei, die Einrichtung über einen guten baulichen Zustand zu erhalten. Stefan Zunhamer vom Staatlichen Bauamt stellte in seinem Bericht dar, dass in den letzten Jahren etwa 15 Gebäude saniert wurden. Insgesamt, so Zunhamer, befinde sich die Liegenschaft in einem guten baulichen Zustand. Aktuell erfolge der Umbau des Gebäudes 29 in eine IT-Halle. Für dringende Instandsetzungsmaßnahmen des Wirtschaftsgebäudes werden allein im kommenden Jahr 350.000 Euro im Rahmen des Bauunterhalts zur Verfügung gestellt. 2019 soll nach einer intensiven Planungsphase der Neubau des Wachgebäudes begonnen werden. Aktuell findet die abschließende Prüfung des Projektes statt. Oberstleutnant Florian Wulf und Andreas Hadersdorfer machten deutlich, dass der Neubau und die Teilsanierung der Schießanlage das dringendste Anliegen sei. Die Schießanlage ist eine Voraussetzung dafür, dass auch in Zukunft die Grundausbildung am Standort ausgeführt werden könne. Künftig sollen wesentlich mehr Soldatinnen und Soldaten die Ausbildung in Dillingen absolvieren können. Beim abschließenden Rundgang dankte Kommandeur Wulf für den Besuch.