Ausbau B16-Strecke Günzburg – Gundelfingen

Einen wesentlichen Schritt weiter gekommen ist Stimmkreisabgeordneter Georg Winter bei seinem Ziel, beim Ausbau der B 16-Strecke Günzburg – Gundelfingen Erwartungen der Wirtschaft, der Landwirtschaft und der Umwelt „unter einen Hut“ zu bekommen.

Bei einem Spitzengespräch, bei dem Staatssekretär Josef Zellmeier als Vertreter der Staatsregierung teilnahm, konnte er von der Spitze des Bayerischen Bauministeriums die Zusage erhalten, einen Antrag auf Durchführung eines entsprechenden Pilotprojektes beim Bund zu stellen.

Damit unterstützt Abgeordneter Georg Winter die gemeinsame Initiative der Kreisverbände Günzburg und Dillingen des Bayerischen Bauernverbandes.

Bei einem Gespräch der Vertreter der Landwirtschaft mit dem Abgeordneten bestand Einigkeit, dass für den Abschnitt Gundelfingen – Günzburg bis jetzt kein brauchbarer Vorschlag vorliegt. Es gehe vielmehr darum, einen praktikablen neuen Lösungsweg zu finden, der einerseits einen flüssigen Verkehr ermöglicht, andererseits den Landverbrauch reduziert.

Matthias Letzing, Kreisgeschäftsführer Günzburg, brachte es auf den Punkt: „5-Fahrstreifen verursachen zu hohen Flächenverbrauch, gleichzeitig werden Fahrzeuge, die weniger als 60 km/h schnell sind, von der neuen Straße ausgeschlossen.“

Der Abschnitt Günzburg – Gundelfingen unterscheidet sich von dem nachfolgenden Städteband darin, dass es hier keine naheliegende Ausweichstrecke gibt. Während jetzt alle auf der B 16 fahren können, würden durch einen Neubau „2 + 1“ als Kraftfahrstraße mit 15 m Breite alle Fahrzeuge unter Tempo 60 km/h ausgeschlossen. Für diesen Verkehr müssten Begleitwege links und rechts mit jeweils 5,5 m Breite eingeplant werden. Daraus ergäbe sich ein Gesamtquerschnitt von 26 m.

Die neue Idee der Landwirtschaft ist nun, eine Straße für alle Verkehrsteilnehmer zu bauen, ohne dabei Rückstau durch langsamere Fahrzeuge, wie es sich  beim „2+1“- Konzept ergibt, zu erzeugen.

Abgeordneter Georg Winter hat sich in München dafür eingesetzt, dass die Idee des Bauernverbandes aufgegriffen wird. Dazu ist ein Pilotprojekt notwendig, in dem nachgewiesen wird, dass die Abweichungen von den bisherigen Regelvorgaben sinnvoll und verkehrssicher sind.

Das Neue am Modellvorhaben ist:
a) keine Kraftfahrstraße, sondern Nutzung durch alle
b) Temporeduzierung auf 100 km/h
c) geringerer Querschnitt

Beim Modell „2+2“ beträgt der Mittelstreifen aktuell 3,5 m, während beim Konzept „2+1“ die Trennung mit zwei durchgängigen weißen Linien mit einer Breite von 50 cm auskommt. Hier sehen die Beteiligten die Chance zur Reduzierung des Flächenverbrauchs.