Gründungspaket für freiberufliche Hebammen

Vor kurzem hat der Bayerische Landtag ein Gründungspaket für freiberufliche Hebammen beschlossen. Mit einer Niederlassungsprämie für erstmals in Bayern tätige Hebammen soll eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden, informierte Stimmkreisabgeordneter Georg Winter.  Gleichzeitig soll der gesellschaftlichen Bedeutung des Hebammenberufs Ausdruck verliehen werden.

Hebammen, die erstmalig eine freiberufliche Tätigkeit in Bayern aufnehmen, sollen zukünftig eine einmalige Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Die Prämie soll ab September dieses Jahres ausbezahlt werden und einen effektiven Anreiz setzen, dass sich mehr Hebammen freiberuflich in Bayern niederlassen. Zusätzlich erhalten alle in der Geburtshilfe tätigen freiberuflichen Hebammen seit dem 1. Oktober 2018 jährlich 1.000 Euro Hebammenbonus. Der Bonus wird gewährt, wenn die Hebamme mindestens vier Geburten im Kalenderjahr betreut. Abgeordneter Georg Winter verdeutlicht: „ Gerade bei uns in einer eher ländlich geprägten Region kann man die Bedeutung der Hebammenhilfe für werdende Mütter und ihre Familien vor, während und nach der Geburt als einen wichtigen Teil der Gesundheitsversorgung nicht genug unterstreichen.“

Auch bei der oft diskutierten Haftpflichtprämie werden freiberuflich tätige Hebammen entlastet. Die Steigerungen der Berufshaftpflichtprämien werden durch die gesetzlichen Krankenkassen insgesamt vollständig ausgeglichen und auch die individuellen Aufwendungen für Berufshaftpflichtprämien in großem Umfang refinanziert. Ebenso werden Hebammen bei Behandlungsfehlern abgesichert und von der Gefahr persönlicher Haftung entlastet.

All diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass der Hebammenberuf attraktiver wird und so flächendeckend eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden kann. Die Arbeit der Hebammen ist gesellschaftlich unverzichtbar und muss sich heute wie in Zukunft lohnen. Mit dem Beschluss des Gründungspaketes unterstreichen wir die Bedeutung dieses wichtigen Berufes“, erklärt MdL Winter abschließend.