Tierwohl steht im Mittelpunkt

Abgeordneter Georg Winter besucht landwirtschaftliche Betriebe in der Region.

Im August sind Schüler und Lehrer in den Sommerferien, viele Unternehmen schließen wegen Betriebsurlaub und auch im Bayerischen Landtag finden in der Regel keine Sitzungen statt. Stimmkreisabgeordneter Georg Winter nutzt die Sommerpause, um sich ein aktuelles  Bild von landwirtschaftlichen Betrieben in der Region machen zu können. So besuchte er den neugebauten Hof der Familie Bunk in Kicklingen. Landwirt Thomas Bunk führte den Stimmkreisabgeordneten Georg Winter, die Kreisbäuerin Annett Jung sowie die beiden Vertreter der Jungen Union, Annemarie Jung und Manuel Knoll durch die modernen Stallanlagen, die den Kühen besonders viel Auslauf lassen. Thomas Bunk erklärte den Besuchern, dass die Familie beim Bau des neuen Stalls das Tierwohl besonders berücksichtigt habe. So wurde darauf geachtet, dass die Kühe komfortable Liegenboxen haben, dass der Stall über viel natürliches Licht und Luft verfügt und ein modernes Melk-und Überwachungssystem zum Einsatz kommt, das mit Sensoren ausgestattet ist. Der Betrieb erfüllt demnach sämtliche Voraussetzungen um Milch nach den Kriterien der Tierwohl-Label der hiesigen Molkereien zu produzieren.

Der Landwirt wünscht sich in diesem Zusammenhang aber auch ein Umdenken bei den Verbrauchern, da die Nachfrage nach Milch von Kühen, die unter der Berücksichtigung der Tierwohl-Kriterien gehalten werden zu gering ist. „Leider werden keine neuen Betriebe mehr in die Tierwohlprogramme der Molkereien aufgenommen, da das Angebot die aktuelle Nachfrage übersteigt. Bei vielen Verbrauchern ist am Ende doch nur ein möglichst günstiger Preis für den Kauf entscheidend.“ Stimmkreisabgeordneter Georg Winter zeigte sich von der modernen Stallungen der Familie und ihren Einstellungen zur Tierhaltung beeindruckt: „Es ist schön, was für vorbildliche landwirtschaftliche Betriebe wir in unserer Region haben.“ Er warnte deshalb vor Pauschurteilen nach den jüngsten negativen Vorfällen im Allgäu. Diese dürfen nicht dazu führen, dass ein gesamter Berufstand unter Generalverdacht gestellt werde, so der Stimmkreisabgeordnete Georg Winter.