Restaurierung Margaretenkapelle schreitet voran

Die Restaurierungsarbeiten an der Margaretenkapelle im Kloster Maria Medingen schreiten voran. Vom Stand der Bauarbeiten ließ sich vor kurzem Stimmkreisabgeordneter Georg Winter von Provinzoberin Elke Prochus und Schwester Gerlinde Fehr informieren. Im Juli 2015 hatte ein Brand die Kapelle des Franziskanerinnenklosters weitgehend zerstört. Das Feuer war, durch eine brennende Kerze verursacht, in der Sakristei ausgebrochen.

 

Während man in den restlichen Gebäudeteilen dank zahlreicher Restaurierungsmaßnahmen mittlerweile nichts mehr von dem schrecklichen Unglück sieht, ist die Kapelle nach wie vor eine Baustelle. Oberin Elke Prochus und Schwester Gerlinde Fehr informieren über die Generalinstandsetzung: „Die Reinigung, Konservierung und Sanierung des Herzstücks der Margaretenkapelle, des Altars, ist fast abgeschlossen, dort soll auch das Jesuskind der seligen Margareta, das in der Brandnacht unversehrt blieb, wieder seinen Platz erhalten“. Derzeit werde am großflächigen Deckenfresko gearbeitet. Dank modernster Technik können die sich unter dem Ruß befindlichen Originalzeichnungen wieder hervorgeholt werden, erklärt Nicola Amann-Spies von der Restaurierungsfirma aus Weißenhorn. Das Gemälde werde neu übermalt und die herabgefallenen Teile des Freskos aufwändig rekonstruiert.

 

 

In der Kapelle befindet sich das Grab der seligen Margareta Ebner, Dominikanerin und Mystikerin, die im 14. Jahrhundert selbst als Nonne im Mödinger Kloster gelebt hat. Bis heute ist das Grab der Margareta Anziehungspunkt für zahlreiche Gläubige und das Kloster Maria Medingen ein Wallfahrtsort.

Abgeordneter Georg Winter war in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Bayerischen Landesstiftung gekommen, die die Instandsetzung von bedeutenden Bau- und Kunstdenkmälern fördert.  Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 344.435 Euro, die zuwendungsfähigen Kosten liegen bei 100%. Das Projekt soll aus verschiedenen Töpfen finanziert werden: Die Katholische Kirchenstiftung hat Anträge auf Förderung bei der Diözese, dem Bezirk, Landkreis und der Stadt beantragt. Die überregionale Bedeutung als Grundvoraussetzung für eine Förderung durch die Bayerische Landesstiftung liegt vor, so MdL Georg Winter.

 

 

BU:

Eine ganz besondere Brandschutztür hat die Sakristei im Kloster Maria Medingen erhalten. Sie ist mit Intarsien verziert. Von dort hat sich das Feuer seinen Weg in die Kapelle, die derzeit saniert wird, gebahnt. Im Bild (von links): MdL Georg Winter, Vorsitzender des Arbeitsausschusses der Bayerischen Landesstiftung, Schwester Gerlinde Fehr und Provinzoberin Elke Prochus.